Jeder hat etwas, wofür er brennt!

Das Team von RadioPoly hat auf dem Seminar zu einer von einem Seminarteilnehmer, Manfred Heissenberger (PTS Villach), selbst moderierten Livediskussion eingeladen und zu der Frage Stellung nehmen lassen, wie schulische Radioarbeit an den Jeweiligen Standorten der PTS umgesetzt – oder negativ formuliert – woran Initiativen von LehrerInnen Medienbildung via Radio zu betreiben – scheitern könnte.
Der ungeschnittene Radiobeitrag versteht sich auch als Bedarfserhebung. Zusammengefasst bekundeten sämtliche 11 TeilnehmerInnen ihre Bereitschaft, die anstehenden Herausforderungen anzunehmen. Zwei polarisierende Beispiele konkreter Radiopraxis “RadioPoly der PTS 3 in Wien” und “Radioigel in Graz” (Wolfgang Kolleritsch) dienten in der Diskussion als Orientierungshilfen, wie und unter welchen Bedingungen eine solche Umsetzung angedacht werden könnte.
Voraussetzungen, die als wichtig erachtet wurden und daraus resultierende Forderungen:

  1. Akzeptanz der LeiterInnen an den PTS-Standorten
  2. Bezahlte Stundenkontingente (Abgeltung des zeitlichen Aufwandes in Stunden)
  3. Räumlichkeiten
  4. Motivation der SchülerInnen
  5. Ausstattung
  6. Vernetzung mit Plattformen wie schuelerradio.at oder den Freien Radios
  7. Indoorradio (Zur Not soll Direktion das in der Kanzlei installierte Mikrofon für  Radioproduktionen freigeben)
  8. Ausbildung und Fortbildungsmöglichkeiten für LehrerInnen, die Radioarbeit an ihren Schulen umsetzen
  9. Onlineplattform für alle LehrerInnen bundesweit, die praktische Radioarbeit durchführen
  10. Anerkennung der Radioarbeit als schulische Leistung (zB. als Ersatz für Portfolioarbeit)
Nutzen praktischer Radioarbeit:
  1. Erwerb von sozialen und kognitiven Kompetenzen, die im Regelunterricht kaum vermittelbar sind
  2. Aufwertung des Schulstandortes
  3. Lustvolles Erarbeiten von Lernstoff via Radio
  4. Interkulturelles Lernen
  5. Lebensnahes, offenes Lernen
  6. Intensivierung des Lehrer-Schülerverhältnisses (reziprokes Lernen)
Widerstände und Hürden:
  1. SchülerInnen – mit hohem Anteil an Jugendlichen mit Migrationshintergrund – sind im zweiten Semester verstärkt auf der Suche nach weiterführenden Schulen oder Ausbildungsplätzen für Lehrlinge
  2. Prüfungsstress
  3. Akzeptanz der KollegInnen
DiskussionsteilnehmerInnen: Projektleiter Helmut Hostnig, Gabriele Pranieß, Technik: Florian Danhel
LEISMÜLLER Johannes
NÖBL Hannes
ALTENRIEDERER Carina
BACHMAYER Gabi
SEIFERT Christian
KOLLERITSCH Wolfgang
REIXENARTNER Andrea
BERGHUBER Johannes
STEHULE Ernst
HEISSENBERGER Manfred
ORTNER Siegfried

 

Gruppenfotos vom PTS-Seminar

Nach erfolgreichem Abschluss des Seminars ein letztes Fotoshooting:
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle TeilnehmerInnen, aber auch an RgR Franz Haider: Abteilung: I/2a bmukk , Dr. Karl Brousek: Medienbildung – Referat B/7a, bmukk und Frau Woldan Gabriele, Initiativen zur Medienbildung – Netzwerk Medienbildung  (Schülerradio), bmukk; an Dip. Pädn. Frau Anna Karloff vom PTS10 und PH-Wien, an Christian Berger, Mitarbeiter am Zentrum für Medienbildung der PH-Wien

Lehrerferien: Radiobeiträge zu Burgstaller Vorstoß

Livemitschnitt der im PTS-Seminar entstandenen und zum Abschluss einmoderierten Radiobeiträge der TeilnehmerInnen am PTS-Seminar:

Gabi Burgstallers Vorstoß zur Verkürzung der Lehrerferien kam gerade rechtzeitig zu Seminarbeginn, und hat sich als Aufgabenstellung, in redaktionellen Gruppen einen kleinen gebauten Beitrag zum Thema zu versuchen, geradezu angeboten.

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Mehr als diesen Impuls hat es nicht bedurft. Schnell haben sich drei Gruppen gebildet, wobei es zu einer interessanten Durchmischung der aus 5 Bundesländern angereisten LehrerInnen kam: Zu den Tirolern, Hannes Nöbl und Johannes Leismüller aus Reutte, gesellte sich Carina Altenriederer aus Wien; zwei Lehrer aus Kärnten, Manfred Heissenberger und Siegfried Ortner, fanden sich mit einem PTS Lehrer aus Wien, Seifert Christian, und einem auch in Wien lebenden Freizeitpädagogen, Ernst Stehule, im Team;  auch die Delegation aus der Steiermark, Gabi Bachmayer, Andrea Reixenartner und der Gründer von Radioigel, Wolfgang Kolleritsch, bildeten mit Johannes Berghuber aus Tirol eine Radiogruppe, die – - wie auch die anderen – über den angeregten Austausch die Uhr als unseren Zeitmesser und Taktgeber vergaßen.
Dabei entstanden hörenswerte Beiträge, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen.

Livesession mit Studiofeeling

Zum Abschluss des Seminars hat Florian Danhel ein Setting aufgebaut, das es den TeilnehmerInnen des Seminars richtiges Studiofeeling ermöglicht hat.
In einem Nebenraum wurde ein mobiles Studio, bestehend aus einer Soundkarte, einem Mischpult, zwei Mikrofonen und einem PC als Zuspielgerät für die am Vortag fertiggestellten Beiträge, aufgebaut. Im Seminarraum konnten wir dann live den ModeratorInnen zuhören, die Studiogäste zum Gespräch eingeladen und die in Kleingruppen entstandenen Radiobeiträge einmoderiert haben.

Schnittprogramme

Audacity

Vorteile: Open Source Software, steht als freier Download für alle Plattformen zur Verfügung (Windows, Apple, Linux)

Nachteile: teilweise umständlich im Workflow


Reaper

Vorteile: einfacher in der Bedienung, übersichtliches Layout,

Nachteile: Shareware (volle Version ist kostenpflichtig), allerdings in etwa EUR 50


Adobe Audition, Pro Tools, Cubase

Vorteile: professionelle Schnittprogramme, guter Workflow, umfangreich

Nachteil: Preis (etwa EUR 350-650), umfangreich

Fotosession des PTS_Seminars

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